Gegenüberstellung der Cachaça-Produktionsverfahren
Traditionelles Herstellungsverfahren:
Cachaça Artesanal - mit und ohne Fasslagerung
- Naturhefe (Mais und Reis)
- Kalte Zuckerrohrpressung ca. 8% (Nutzung des qualitativ besten Zuckerrohrsafts)
- Unterbr. Destillation (nur die mittlere Destillation wird verwendet)
- Kleine Kupferbrennblase 500 Liter - Pot Still Verfahren
- Fermentation 16 - 24 Stunden
- Lagerung in Holzfässern (z. B. Jequitibá, Eiche, Umburana)
- Kleine Produktion
- Keine Zusätze
- Mit besonderem Geschmack
- Mit natürlichen Ölen
- Most mit natürlichem Aroma
- Kleiner Fermentationstank
- Nutzung nur der Mitteldestillation (das "Herz" des Cachaca)
- Weicher, fruchtiger Geschmack
Industrielles Herstellungsverfahren:
Cachaça Aguardente - mit und ohne Fasslagerung
- Chemische Hefe
- Erhitzte Zuckerrohrpressung (Nutzung von bis zu 22% Zuckerrohr)
- Ununterbrochene Destillation
- Industrie-Detillerie (Stahltanks)
- Fermentation bis 6 Stunden
- Lagerung in Stahlfässern
- Große Produktion
- Zusatz von Zucker oder Farbstoff
- Ohne besonderen Geschmack
- Ohne natürlichen Ölen
- Most ohne Geschmack
- Großer Fermentationstank
- Nutzung der Gesamtdestillation
- Starker Alkoholgeschmack
Weitere Erkennungsmerkmale einer guten Cachaca:
- Ungeöffnete Flasche mehrmals schütteln - danach sollten sich im Bereich des Flaschenhalses ordentlich Bläschen bilden.
- Durch betreufeln des Handrückens mit ein wenig Cachaça, müsste man ein natürliches Aroma ohne dominanten Alkoholgeruch wahrnehmen. Speziell bei gelagertem Zuckerrohrschnaps!
- Darauf achten, dass in dem Destillat keine Unreinheiten zu erkennen sind oder nachträglich Zucker oder Farbstoffe zugesetzt wurden.
- Auf die Herkunft (z. B. Minas Gerais) und Qualitätsangaben (wie Artesanal oder Bio) auf der Flasche achten.
z. B. Artesanal Cachaca wird nach strengen Auflagen destilliert!
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